Bluthochdruck senken ohne Medikamente

Bluthochdruck senken ohne Medikamente

Bluthochdruck ist oft Auslöser für eine Herzerkrankung und schädigt die Gefäße. Auch hier ist schlechte Ernährung ein wesentlicher Faktor. Denn Fehlernährung verstopft und verschleißt unsere Arterien schleichend aber erfolgreich. Dadurch muss unser Herz umso härter arbeiten, damit unser Blut durch die Gefäße kommt. Mit der Zeit werden diese durch den dabei entstehenden Druck ernsthaft geschädigt – ein Teufelskreis! Aber nicht verzagen, denn es gibt einige Tricks, um Bluthochdruck zu vermeiden. Teilweise wirken diese besser als verschreibungspflichtige Medikamente – und haben weniger unwillkommene Nebenwirkungen.

Wie wird der Blutdruck bestimmt?

Die Angabe des Blutdrucks setzt sich aus zwei Zahlen zusammen: Zum einen der Blutdruck innerhalb der Arterien, während das Herz arbeitet, (systolischer Druck) und der Blutdruck, während es pausiert (diastolischer Blutdruck). Als Ideal gilt ein Blutdruck von 120 (systolisch) zu 80 (diastolisch). Laut einer Studie des Robert Koch Instituts aus dem Jahr 2017 leiden zwischen 20 bis 30 Million Menschen in Deutschland an zu hohem Blutdruck, wobei drei Viertel davon im Alter zwischen 70 und 79 Jahren sind (1). Allerdings ist Bluthochdruck keine unvermeidbare Alterserscheinung, sondern oft ein spätes Resultat von jahrzehntelanger Fehlernährung.

Was ist der Hauptauslöser für zu hohen Blutdruck?

Der Hauptauslöser für zu hohen Blutdruck ist die Zunahme von zu viel Natrium, oder einfacher gesagt Salz. Denn Salz besteht zu 40 Prozent aus Natrium. Warum dieses Spurenelement so ein Übeltäter ist? Zuviel Natrium verhärtet die sonst so elastischen Arterien, wodurch das Herz mehr Kraft aufwenden muss, um die Blutzirkulation intakt zu halten. Schon kurz nach dem Verzehr einer zu salzigen Mahlzeit, lässt sich daher ein Bluthochdurck nachweisen. Und es braucht nicht viel, um unseren täglichen Natriumbedarf von 1.500 mg zu überschreiten. Denn 1.500 mg entsprechen gerade Mal 3/4 eines Teelöffels. Außerdem sind neben Salz auch andere Lebensmittel relativ natriumlastig – beispielsweise naturbelassene Oliven (eingelegte erst recht), Salami, Schnittkäse (bspw. Gouda) und Reis. Das bedeutet nicht, dass Ihr auf diese Lebensmittel verzichten sollt. Alles in Maßen lautet die Devise. Vor allem bei Fertigprodukten solltet Ihr zurückhaltend sein, da diese anhand von Natrium konserviert werden.

Welche blutdrucksenkenden Lebensmittel gibt es?

Vollkorn

Eine Studie ergab, dass drei Portionen Vollkorn am Tag den Blutdruck ebenso gut senken, wie bewährte Bluthochdruckmedikamente. Außerdem gilt Vollkorn als bekömmlich für den Darm und vorbeugend für Typ-2-Diabetes. Als Vollkorn gilt ein Korn, bei dem alle Bestandteile, wie die äußere Schutzhülle (Kleie genannt), der innere Keim und das stärkehaltige Endosperm, mitverarbeitet werden. Achtet beim Kauf von Nudeln, Reis, Brot und Haferflocken also darauf, dass es sich um Vollkornprodukte handelt.

Hibiskustee

Hibiskus senkt nachweislich den Blutdruck, wahrscheinlich durch die zahlreichen Antioxidantien, die er enthält. Damit der gewünschte Effekt eintritt, solltet Ihr täglich ein bis maximal drei Tassen dieser Teesorte trinken. Da Hibiskus etwas säuerlich ist, empfiehlt sich ein Teelöffel Agavendicksaft zum Süßen. Auf raffinierten Zucker solltet Ihr verzichten, da Ihr den positiven Effekt ansonsten zunichte macht.

Leinsamen

Die Leinsamen gehören definitiv auf Platz eins der blutdrucksenkenden Lebensmittel. Bereits ein Esslöffel Leinsamen am Tag reicht nachweislich aus, um den Blutdruck schnell, effektiv und langfristig zu senken. Außerdem sind Leinsamen ebenfalls gut für die Verdauung, vor allem bei Verstopfungen, und bringen den Blutzuckerwert ins Gleichgewicht. Der Grund dafür, dass Leinsamen so bekömmlich sind, ist ihr hoher Anteil an Omega-3-Fettsäuren, Ballaststoffen und Antioxidantien.

Dass ein Glas Rotwein gut für den Bluthochdruck sein soll, ist leider ein Mythos. Zwar enthält Rotwein Stoffe die sich positiv auf den Blutdruck auswirken – aber eben auch Alkohol. Dadurch wird die gute Wirkung der anderen Inhaltsstoffe nichtig. Und wer will schon alkoholfreien Rotwein trinken? Ebenso sind Wassermelonen und Ananas nur bedingt hilfreich, außer Ihr esst täglich ein Kilo.


Quellen
(1) Studie Robert Koch Institut (2017)
(2) Effect of increased consumption of whole-grain foods on blood pressure and other cardiovascular risk markers in healthy middle-aged persons: a randomized controlled trial.
(3) Hibiscus sabdariffa L. in the treatment of hypertension and hyperlipidemia: A comprehensive review of animal and human studies
(4) Potent Antihypertensive Action of Dietary Flaxseed in Hypertensive Patients

Bildnachweise
1 von O1234567890 auf Pexels
2 von freestocks.org auf Pexels
3 von Delphine Hourlay auf Pexels


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